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By Evelyn Heinemann

ISBN-10: 3540605509

ISBN-13: 9783540605508

Aggression kann individuell, aber auch in der Gruppe oder als Massenphänomen auftreten. Wie läßt sich ihre Entstehung psychologisch erklären?
Dieses Buch beginnt mit Äußerungen eines jungen Gewalttäters, der über sein Leben und seine Gefühle spricht. An seinem Beispiel erläutert Evelyn Heinemann die verschiedenen psychologischen Aggressionstheorien. Im Kontrast mit dem Aggressionsverhalten in Jamaika und Palau zeigt sie, wie Aggression durch Sozialisationsbedingungen gefördert oder bewältigt wird. Die unterschiedlichen Formen, in denen Männer und Frauen Aggressionen äußern, und der Einfluß der heutigen Überflußgesellschaft auf die Entstehung von Aggressivität werden dargestellt. Schließlich werden therapeutische Wege aufgezeigt, die einen Ausweg aus der Gewalt eröffnen können.

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Herr G. erlebte tatsachlich immer wieder Konflikte mit Auslandern und fiihlte sich immer weiter bedroht. Nach einem solchen Vorfalliag er sogar neun Wochen im Krankenhaus. Er fiihlte sich von den Auslandern im Stich gelassen (nach Enttauschungen erhohten sich seine Aggressionen), gedemiitigt und als Mensch zweiter Klasse behandelt. Gleichzeitig erlebte er auch heftigen Neid. Ebenso wurden auch seine unerfiillten Wiinsche auf Auslander projiziert. Auslander haben noch eine Familie und wagen, sich sogar iiber das Essen zu beschweren, obwohl sie als Asylbewerber Unterkunft und Verpflegung kostenfrei erhalten.

Eine relativ hohe Aggressivitat ist bei Rhesusaffen von Mannlichkeit nicht zu trennen. Ein moglicherweise angeborener Aggressivitatsunterschied bedeutet nun allerdings nicht, daR dieser nicht erheblich durch Lemen und Kultur beeinfluRt wird (Abb. 3). Noch in der fruhen 56 o Kein Anreiz l1li Posiliver Anreiz belohnles Modell beslraftes Modell keine Konsequenzen Abb. 4. Jungen zeigen mehr aggressive Verhaltensweisen als Miidchen (QueUe: Bandura 1979, S. 83). Neuzeit kampften Frauen mit Miinnern im sogenannten Gottesurteil (GerichtsprozelS) urn ihr Recht in korperlichen Zweikampfen.

Seit 1950 stieg die Zahl der Selbstmorde nicht wesentlich, die Zahl der Versuche hat sich aber deutlich erhoht. Bei vollendeten Selbstmorden uberwiegt die Zahl der Manner, bei den Versuchen sind die Frauen deutlich uberreprasentiert (Abb. 2; Henseler 1984). Beim Selbstmord und Selbstmordversuch ist das bewuBte Motiv der AnlaB, nicht die Ursache. Der AniaB ist allerdings auch nicht belie big. Die Selbstmordhandlung ist die letzte Konsequenz einer depressiven Dynamik. 164 1965 -1967 Abb. 2. Zahl der Selbstmorde (SM) und Selbstmordversuche (SMV) bezogen auf 100000 Einwohner gleichen Geschlechts (Quelle: Henseler 1994, S.

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